A German in Oxford…

This week, Christiane tells us what she missed about Germany while she was in Oxford – and whether the rumours about the British weather are true…

Als Deutscher vermisst man natürlich das typisch deutsche Brot, von dem man maximal zwei Scheiben braucht, um satt zu werden und das man besonders lagern muss, damit es nicht nach ein paar Tagen so hart wird, dass man damit Leute erschlagen könnte. Es gibt zwar viele schöne Läden, die Brot verkaufen (wie z.B. die ‚Gail’s Bakery’, die übrigens auch eine sehr gute heiße Schokolade macht), aber auch das ist eher ‚luftig’ und weich und, offen gesagt, recht teuer. Dafür steht an jeder Ecke ein hübsches Café und eine urige Kneipe. Die Turf Tavern beispielsweise gehört ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten, die man auf keinen Fall auslassen sollte. Die britischen Charity-Läden sollte man auch nicht vergessen! Während solche Läden in Deutschland gerne zu einer Abstellkammer werden für Zeug, das keiner braucht, kann man sich in Oxford immer wieder mal mit wirklich günstigen und trotzdem guten Büchern, Klamotten u.Ä. eindecken.

Das Stereotyp über das Wetter muss ich dabei leider bestätigen. Momentan, beispielsweise, ist der Himmel blau, aber es regnet trotzdem. Ich glaube, ich habe noch nie so oft nasse Füße bekommen wie hier. Gleichzeitig habe ich allerdings auch noch nie so oft Sonnenbrand hintereinander bekommen; der Sommer sollte daher nicht unterschätzt werden, denn auch wenn er recht kurz war (zumindest dieses Jahr), kann es eine Backofenhitze geben, die dem Sommer in Deutschland in Nichts nachsteht.

Besonders witzig war es, zu sehen, wie klein die Welt eigentlich ist. Mindestens zwei Leute, die ich vorher noch nicht kannte, kommen aus der Gegend, wo ich in Deutschland studiere und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich sie dort wiedersehen werde. Eine Freundin, mit der ich einen guten Teil meiner Schulzeit zusammen verbracht habe, traf ich in London wieder. Und, wie es sich gehört, die Bekannte (die ich gar nicht kenne) der Schwester (die ich nur einmal gesehen habe) einer Freundin (die ich überhaupt erst in England kennengelernt habe) kommt aus demselben kleinen Ort in Deutschland wie ich auch. Sowas glaubt man erst, wenn es einem selbst passiert.

South Park
South Parks and the Oxford skyline (Photo: C. Rehagen)

Insgesamt kann ich definitiv sagen, dass ich die Zeit in England sehr genossen habe. Ich habe viel gesehen und bin froh um all die Chancen, die mir dadurch geboten wurden. Mein Englisch hat sich merklich verbessert und ich hoffe sehr, dass ich den britischen Akzent nicht verlieren werde. Oxford ist eine wunderschöne Stadt, die sich lohnt zu gesehen zu haben, und hier mehrere Monate gelebt zu haben, empfinde ich als Privileg. Die Zeit ist viel zu schnell vorbeigegangen.

Christiane Rehagen, Tübingen

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Oxford through German eyes…

Christiane Rehagen, a Masters student from Tübingen, recently spent five months in Oxford for an internship with the university’s libraries and we asked her to give us her impressions of her experience – what did she do with her time here? What differences did she notice between Oxford life and her life at home?

Berufliche Erfahrungen zu sammeln, dabei insbesondere Auslandspraktika, sind heutzutage sehr gefragt. Im Rahmen meines Masterstudiengangs Deutsche Literatur in Tübingen, habe ich die Option, Erweiterungsmodule mit Berufspraktika zu ersetzen, die auch im Ausland stattfinden können. Da ich schon länger gerne nach England wollte, kam die Idee auf, meine Praxiserfahrungen in Oxford bei der Ex-Tübingerin und jetzigen Mediävistikprofessorin Henrike Lähnemann zu sammeln.

Tatsächlich bin ich erst einmal kurz in England gewesen und war deshalb sehr neugierig, wie sich meine Zeit in Oxford wohl gestalten würde. Ursprünglich waren drei Monate angesetzt, aber schon nach zwei Monaten war mir klar: „Das reicht nicht, ich muss unbedingt länger bleiben!“, und habe auf fünf verlängert. Die Arbeit in Oxford hat mir Spaß gemacht; im Gegensatz zu manchen deutschen Praktikastellen wird man hier wenig angemuffelt und erhält stattdessen ein überschwängliches Dankeschön für die geleistete Mithilfe, was mir persönlich sehr viel lieber ist. Auch wenn die einzelnen Aufgaben in der Taylor Institution Library, am Exeter College und an der Faculty of Medieval and Modern Languages für mich spannend und abwechslungsreich waren, möchte ich stattdessen ein paar Eindrücke abseits der Arbeit zusammenfassen, die mir den Aufenthalt so wertvoll gemacht haben.

Squirrel
Squirrel in Christ Church Meadow (Photo: C. Rehagen)

Eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind und die ich aus Deutschland so nicht kenne, klingt erstmal etwas seltsam: Die Tiere sind unglaublich zutraulich. Selbst aus Großstädten wie Hamburg ist es mir nicht bekannt, dass Eichhörnchen auf einen zukommen und um Futter betteln – und während ich mich nur ein einziges Mal daran erinnern kann, dass ich in Deutschland einen Fuchs gesehen habe, begegneten mir in Oxford innerhalb kürzester Zeit gleich zwei, wobei keiner von den beiden besonders davon beeindruckt war, dass ich plötzlich vor ihm stand. Ähnliches gilt für die Enten, die man fast schon als latent aggressiv beschreiben könnte. Eigentlich ist das ‚Punten’ bzw. Stocherkahnfahren eine wirklich schöne Freizeitaktivität, die besonders bei schönem Wetter nur jedem empfohlen werden kann, aber vor diesen mit Federn getarnten Haifischen sollte man sich wirklich hüten! Ein besonders freches Exemplar dieser Art hat sich bei unserem Picknick nicht auf die Generosität der Menschen verlassen wollen, sondern sprang tatsächlich vom Wasser aus ins Boot auf meinen Schoß, um mir mein Essen aus der Hand zu klauen. Und das, obwohl sie vorher schon eine Brothälfte aus der Hand einer weiteren Bootinsassin geklaut und davor den halben Finger einer anderen ‚Punterin’ abgebissen hat. So viel zu den Raubtieren in England!

Stickers
Mit Federn getarnten Haifische (Photo: C. Rehagen)

Was sich als nächstes sehr schnell feststellen ließ, ist die Unmöglichkeit, alle Sehenswürdigkeiten selbst in der engsten Umgebung anzusehen. Kaum dass man denkt, man hätte schon ein ordentliches Programm geschafft und seinen Horizont bereits gut erweitert, entdeckt man noch ein College, noch einen Park, noch ein Museum und noch eine Stadt, die man unbedingt angucken muss. Nach vergleichsweise kurzer Zeit konnten schon Iffley, Binsey, Port Meadow, Christ Church Meadow, University Park, South Park (überhaupt alles mit einem Park am Ende und ohne Mauer drumherum), das Ashmolean Museum, Pitt Rivers und University Museum und verschiedene Colleges abgehakt werden. Erst danach hat der Geist die Ruhe, in die weitere Entfernung zu schauen und zum Beispiel nach London zu fahren. Das ist letztlich auch sehr zu empfehlen, da mit dem Bus die Distanz ziemlich einfach zu schaffen ist und die Tickets recht günstig zu erwerben sind.

Gleichzeitig hatte ich sehr viel Glück, was die einmaligen Veranstaltungen angeht, die während meines Aufenthaltes stattgefunden haben. Auf diese Weise konnte ich solche besonderen Ereignisse mitnehmen wie den May Day und Beating the Bounds, bei der die ursprüngliche Grenze des Pfarrgebiets einer (College-)Kirche abgeschritten wird, die Markierungen auf den Grenzsteinen erneuert werden, man dann mit einem Bambusstab daraufschlägt und mehrmals „Mark!“ schreit (einem Kind war die historische Dimension des Ganzen dabei nicht völlig bewusst: „Who’s Mark?“). Das gehört definitiv zu den ungewöhnlichsten Traditionen, die ich je gesehen habe. Ähnlich ging es mir bei solchen Events wie dem Carneval in der Cowley Road, das Farmer’s Festival bei Blenheim Palace, ein Mini-Streetfestival der Nachbarschaft aus der Chester Street etc. Es war ständig was los!

May Morning
May Morning (Photo: C. Rehagen)

Ebenfalls zu empfehlen sind Wanderungen an den Wegen der Themse entlang, die mit ihren Hausbooten wirklich traumhaft schön sein können. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass man dort selten allein unterwegs ist, denn Oxford – allen voran die Innenstadt – kann unglaublich überlaufen sein. Unzählige Touristentrupps, die mit ihren Selfiesticks mitten auf der Straße stehen bleiben, sind besonders in den Sommermonaten keine Seltenheit. Auch der Verkehr ist für die kleine Stadt mit ihren teilweise recht engen (oder ‚eng geparkten’) Straßen sehr stark und vor allen Dingen vergleichsweise schnell. Wenn man die Straße überqueren will, sollte man wirklich aufpassen, denn auch wenn Autos an Zebrastreifen eher halten als in Deutschland, wird man dafür beim Abbiegen über den Haufen gefahren.

Christiane Rehagen, Tübingen

Oxford German Olympians celebrate success!

Since the Olympiad celebrations in June, the Oxford German Network team has had a little break – hence the ‘Funkstille’ on our blog. But while we were away, we asked some of the successful participants in ‘Deutsch(e) jenseits von Deutschland’ to tell us about their experience of taking part in the competition. We start with the group that came runner-up for their interview with a German native speaker living in the UK: Ellie, Laila and Hannah.

Lähnemann trumpet 2017
Prof. Henrike Lähnemann announces the winners at the prize-giving ceremony

Our trip to Oxford was amazing! We had such a great time – this was a once in a lifetime opportunity and it is something that definitely doesn’t happen often! Oxford University is so eye-catching, with the stone walls and the old wooden doors, and the resources that are available are super helpful. Oxford city is beautiful with lots of sightseeing to do and ancient buildings with stories behind them. When we got there we had a tour of the university, after that we went to the awards ceremony at the Bodleian Library which looked like the perfect place to study in. The next day we got ready for another exciting day ahead of us. We went on a river boat to see the pretty trees and nature around us, later in we went to the cinema to get out of the scorching heat!

Overall our trip to Oxford was very memorable and we would love to go back again sometime.

Ellie Tempest

Prizes 2017

The award ceremony was amazing! I would love to take part in another competition for the Oxford German Network. I liked doing the quiz about the Bodleian. I especially liked the rap video. My prize was an orange phone cleaner, an Oxford University postcard, Letters To A Young Poet [book], How a Ghastly Story Was Brought To light By A Common Or Garden Butchers Dog [book], Chess [book] and an Oxford German Network bookmark.

Laila Gowling

Waiting ceremony 2017
Competitors wait to receive their prizes

Besides going to the University and the award ceremony, we found Oxford town great. Everything was so pretty and it had such a nice scenery. Also everyone that we met in Oxford was so kind and always there if we needed help. The cinema was great and so was the mini river cruise we had so much fun. Overall our time in Oxford was amazing and we would love to go back and we will definitely be entering the next lot of Competitions, in the hope of having this magical experience again.

Hannah Wicks

More to come next week…!

Reflections on my first year studying German at Oxford

Back in Michaelmas Term 2015 (Autumn/Winter 2015) some Student Ambassadors suggested that OGN launch a blog.  And that’s exactly what we did!  In this post Zoe Aebischer, one of those students, reflects on the first post she wrote for OGN and indeed on her whole first year studying German at Oxford.

I’ve just looked back at the first blog post I wrote at the beginning of my first year studying German, and I am shocked/amazed/confused that the year has passed so quickly and I am now only a few days away from starting second year (eek!). I arrived in Oxford having read very little German literature, so the fact that I have now read works by German philosophers, playwrights, poets and novelists, ranging from being written in approximately 1190 (‘Gregorius’ by Hartmann von Aue, an epic poem, the plotline of which was always amusing to explain to my friends) up to 1975 (‘Einen Jener Klassischen’ by Rolf Dieter Brinkmann), has taught me that you can achieve a lot more than you ever thought possible. It definitely helps build your confidence knowing that you can, you can do more than “just” recite a list of vocab in a foreign language (although that’s still something I need to work on…), but can analyse a poem or write an essay on the narrative voice of a novel written in a foreign language.

zoe-oxford-worcester
Views of Oxford and Worcester College

I think the most important thing I’ve learnt in the last year (other than how to include German puns in as many places as possible, or how to…endure…a two and a half hour philosophy seminar while being ill with the flu) is that, although Oxford is at times incredibly overwhelming, pressure-piling and demanding, every other student is in exactly the same position, and this leads to the creation of some really close and supportive friendships. There is also, of course, time to squeeze in things that are fun and relaxing, such as dressing up for the colourful and chaotic college bops or going to see poetry slams by Julia Engelmann (if you haven’t already, I would highly recommend looking her up on YouTube!).

And so I go into second year feeling generally positive: I’m looking forward to helping my college children (new first year students) navigate life at Oxford; to many more amusing moments in German classes (I’m reminded of the time in a translation class when we were given a chunk of text in English: one person translated it into German, then passed it to the next person who translated it back into English, then to another person who translated this sentence into German and so on until we had gone round the whole group – somehow from ‘The fog came pouring  in at every chink and keyhole’ we ended up with ‘Chaos permeated every chimney and every keyhole’… ok so perhaps it’s not that funny, but it’s these kinds of moments that bring a bit of light to your day.) I’m even (sorry to any medieval German enthusiasts reading this) looking forward to studying more medieval German texts – despite my initial sensation of pure fear when, last year, I saw the medieval German text on my reading list.

Best of luck to everyone starting or continuing at Oxford this year!

 Zoe Aebischer, Worcester College, Oxford

Schüleraustausch – from the dreaming spires to the Bavarian Alps

Oxford High and Magdalen College School have a long-running exchange with Gymnasium Fürstenried in Munich.  Every year the girls from OHS join with the boys from MCS to welcome the German pupils, before heading out to Munich.  For this blog entry two OHS pupils tell us about their experiences of the exchange earlier this spring – from film studios to football stadiums, castles to car factories!

The away leg – Munich bound!

On Friday, we flew out to Munich from Heathrow. We were all really excited to come to Germany, and our exchange partners were all very happy to see us. It was great to see my exchange partner again, as we got on very well.

Aerial Marienplatz
The view of Marienplatz from the Peterskirche

We spent the weekend with our exchange families. I went around Munich on Saturday with some of my exchange partner’s friends and their exchanges. It was really interesting to see around Munich, as it is a beautiful city. We went up the St. Peter’s Church tower and got a really good view of the city. On Sunday, my exchange partner and her family took me into the Alps, which were really scenic.

On Monday we went to the school to have lessons for the morning. It was quite strange to have lessons in German, but I managed to understand some of what was going on. In the afternoon we were all allowed to go around Munich with our friends, before having a guided tour of the city. We saw many interesting things, including beer halls!

A Bavarian Schlosspark
Beautiful parks around the palaces

On Tuesday we all went to visit Burghausen Castle- our exchange partners came with us. It is the longest castle in Germany, and felt more like a village than a castle. We had a tour, and enjoyed having a look around. After that, we took a boat trip to the Palace of Herrenchiemsee, which was the former residence of king Ludwig II of Bavaria. This was very interesting, and it was very elaborately decorated.

Allianzarena
Inside the Allianzarena!

 

On Wednesday, after another morning of lessons in German, we got to go to the Allianzarena, home to the famous football team Bayern Munich. We had a tour of the stadium and even had a go at scoring some goals ourselves.

Thursday was one of our busiest days. In the morning we had a workshop with our German exchange partners, where we created posters about the various differences between Munich and Oxford. Then, we took a trip to Bavaria Film Studios, which were very interesting. We saw many film sets, including the submarine used for the film Das Boot, and some of us had a go at being on screen ourselves. After that we visited the Olympia centre, which had been constructed for the 1972 Summer Olympics, and there were some great opportunities for group photos there.

Friday was our last day in Germany, and in the morning we visited BMW world. We had a tour, which was really interesting and gave us an insight into how cars were manufactured, and we got to look at the various cars and even sit inside them. Afterwards, we returned to the school for lunch before saying goodbye to our partners and boarding the coach to the airport. It was sad to leave Germany, as we all had a fantastic time!

Overall, I thoroughly enjoyed the trip, and I felt that my understanding of the German language had improved greatly. I would definitely recommend the exchange to anyone studying German.

Louisa, Oxford High.

The home leg – Welcome to Oxford!

On the 11th of March our German exchanges arrived in Oxford. After a slightly delayed flight we met the German group in the canteen for tea and cake before taking our partners home for the weekend. Over the weekend we got to know our exchanges – all of whom were lovely and spoke very good English. We entertained them, taking our partners to the main Oxford attractions such as the Carfax Tower, Martyrs’ Memorial and Radcliffe Camera. Some of the group even took their German exchanges further afield to London and Blenheim Palace to give them an experience of British culture.

On Monday we had some lessons with our exchanges and we had the opportunity to introduce them to our school friends and teachers. In our German lesson we welcomed the German group by singing “Any dream will do” in English (this year’s school musical is ‘Joseph’) followed by a German song called “Fliegerlied” later in the week. On Monday evening we all went bowling which was really fun and rather competitive! For the rest of the week our exchange partners went on trips to visit different areas of England including Stratford, London and Bath. On Friday morning we had our last few lessons with our exchanges and then at lunchtime, after a group photo, we waved farewell to the German group as they headed to the airport.

All of us got on really well with our exchanges and we are looking forward to visiting them in Munich.
Issie, Oxford High.